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Schemeing ist mehr als nur ein Play

Aktualisiert: 1. Sept. 2023

American Football ist ein komplexes Spiel, bei dem viele verschiedene Strategien und Taktiken verwendet werden. Eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Trainer treffen muss, ist die Wahl des richtigen Schemes.


Was gehört dazu?


Dazu gehört nicht nur ein paar Spielzüge aus einer präferierten Formation zu ziehen sondern eine eigene Philosophie zu entwickeln. Das verfolgen wir mit dem Ziel ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Ob dies nun das erzielen von Punkten ist oder das Spiel zu lenken damit die Mannschaft ihr volles Potenzial entfalten kann, sind nur eine der vielen Fragen, die sich ein Trainer oder eine Trainerin beantworten muss.


Jetzt aber mal auf den Punkt gebracht!


Was ist eine Philosophie überhaupt und warum muss ich mir Gedanken machen? Am Beispiel einer Strategie haben wir dies dargestellt. Wenn wir ein Optionplay (oder als Call 40/50 Y/H Choice) als Teil unseres Konzepts sehen, dann müssen wir uns über einige Dinge bewusst machen.


Grundsätzliche Fragen:


Die Option kann ich bei jedem Down verwenden. Somit bieten sich mir Möglichkeiten in meinem Playcalling und Freiheiten, die man in der Hektik des Spieles spontan einsetzen kann. Down und Distance sind für die Entscheidung eines Plays eine essenzielle Frage, da hier vor allem das Potenzial des Plays sowie der Fähigkeiten der Mannschaften zum Tragen kommt. Hier ist es vor allem wichtig die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen und realistisch einschätzen zu können.


Personal oder Formation:


Das bringt uns aber auch zur nächsten Frage: Aus welcher Formation kann ich das Play spielen? In unseren Beispiel ist dies aus jeder Formation möglich. Dies ist ein enormer Vorteil, da ich mit wenig Aufwand und Regeln unterschiedliche Pre-Snap-Looks verkaufen kann. Der Vorteil davon ist, dass der Gegner nicht sofort anhand der Formation erkennen kann welches Play gelaufen wird.


Anwendung: Wann wende ich ich dieses Konzept an?


Die Option- oder Choice – Plays sind Teil der Hot- Serie die wir hauptsächlich gegen eine aggressive „Press“ – Verteidigung verwenden. Zum "Scheme" gehört somit auch die Frage: Auf was möchte ich mit diesem Spielzug reagieren können?


Was beabsichtige ich mit dem Spielzug?


Der Spielzug basiert auf der Möglichkeit das Feld vertikal sowie auch horizontal zu Dehnen (horizontal und vertical stretch). Das wiederum schafft Freiräume für das darauf folgende Play. Weniger Verteidiger in der Box schafft Möglichkeiten für weitere Plays. Variation in der Gestaltung ist somit ein Mittel zum Erfolg.


Details sind wichtig:


Nun aber gilt es Unklarheiten zu beseitigen. Aufgaben müssen klar definiert und eventuelle Fragen geklärt werden. Dabei ist es wichtig, dies nicht nur für einzelne, zunächst relevante Spieler:innen zu machen, sondern für alle Beteiligten.


Take Home Massage


Es ist nicht das einzelne Play, das den Sieg bringt. Es ist vor allem die Integration des Plays in ein Gesamtkonzept. Dieses ist neben dem Personal, Formation auch die Reaktion auf dem Feld. Der Gegner, Situationen und das Ziel sind Dinge, die sich ein Trainer oder eine Trainerin bewusst machen muss. Dann wenn diese Dinge klar sind, ist ein leichtes in einer stressigen Spielsituation reagieren zu können und die wichtigen Entscheidungen fundiert begründet treffen zu können. Die Arbeit des Trainers/der Trainerin beginnt schon weit vor dem Kickoff und wir hoffen mit diesen Fragen einige Gedankengänge liefern zu können, die auch dein Spiel besser machen!


Bildquelle und Inhalt: Martin Hanselmann

Text: Sebastian Ayernschmalz

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