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Wie kann ich mit dem richtigen Medium zielgerichtet kommunizieren?

Aktualisiert: 13. Juni

In der heutigen digitalisierten Welt ist die richtige Medienwahl entscheidend für erfolgreiche Kommunikation. Die Kommunikation hat sich so diversifiziert, dass für jede Aufgabe das passende Medium existiert. Doch wie wählt man das geeignete Medium aus? Die CvK-Theorie – Computervermittelten Kommunikation, sowie der rationalen Medienwahl liefert Antworten und praktische Einsichten, besonders in der Arbeitswelt.


Rationalität in der Medienauswahl


Die CvK-Theorie basiert auf dem Prinzip der Rationalität. Es wird davon ausgegangen, dass Individuen Medien basierend auf bestimmten Attributen wie Schnelligkeit, Übertragungsqualität und Aufwand auswählen, um ihre Kommunikationsziele zu erreichen. Die Theorie postuliert, dass eine rationale Auswahl des Kommunikationsmediums zu einer erhöhten Effizienz der Kommunikation führt.

Ein Beispiel hierfür ist die einfache Aufgabe der Terminvereinbarung. Diese lässt sich unkompliziert und zeiteffizient per E-Mail regeln. Ein digitaler Kalender kann sogar die Koordination und Bestätigung automatisieren. Es ist schnell, direkt und erfordert keine umfassende soziale Interaktion.


Die Komplexität des Kontextes


Anders verhält es sich mit komplexeren Kommunikationsaufgaben, wie der Lösung sozialer Konflikte. Viel zu oft werden in Chatgruppen komplexe Probleme oder sogar persönliche Konflikte "besprochen". Schnippische oder sarkastische Kommentare verfehlen ihr Ziel und es ist erstaunlich wie viele Trainer:innen, sich hieran doch mit rein ziehen lassen. Hier stößt die schriftliche Kommunikation an ihre Grenzen, da Nuancen der verbalen und nonverbalen Kommunikation, wie Tonfall und Körpersprache, fehlen. Für derartige Situationen eignet sich ein Telefonat oder noch besser ein persönliches Treffen (Face-to-Face), um Missverständnisse zu vermeiden und ein umfassendes Verständnis zu gewährleisten.


Die Herausforderung durch normative Medienwahl


In einem organisationalen Kontext spielen allerdings auch soziale Normen eine wesentliche Rolle. Was bedeutet das? Nicht immer ist die Medienwahl rein rational. In einem Verein , wo vielleicht eine technikskeptische Haltung vorherrscht, kann die Wahl auf traditionelle Kommunikationsmedien wie Face-to-Face-Meetings oder Postversand fallen, selbst wenn Online-Kommunikation effizienter wäre. Die Medienwahl wird hier also durch vorherrschende normative Überzeugungen beeinflusst.


Zwischen Rationalität und Normen


Das Modell der normativen Medienwahl weist auf ein Spannungsfeld hin, das sich aus der Balance zwischen der optimalen, rationalen Medienwahl und den institutionellen Normen ergibt. Vereine und Teams müssen sich fragen, ob sie die Vorzüge digitaler Kommunikation voll ausschöpfen oder durch konservative Kommunikationspraktiken behindert werden. Eine Hilfestellung kann dieser Entscheidungsbaum sein:




Take home Message


Die CvK-Theorie der rationalen Medienwahl öffnet die Augen dafür, dass nicht jedes Kommunikationsmittel für jede Mitteilung geeignet ist. Sie lehrt uns, das Spektrum der Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen und anhand der Kommunikationsaufgabe das passende Medium zu wählen. Zugleich offenbart sie die Herausforderungen, die bestehende soziale Strukturen und Normen mit sich bringen. Im Idealfall finden Organisationen einen Weg, um das Beste aus beiden Welten zu integrieren – die rationale und effiziente Medienwahl, unterstützt durch ein aufgeschlossenes, technologiefreundliches Organisationsklima.



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